LANXESS SAGT JA ZU OLYMPIA Fußball in der Leverkusener BayArena, Fechten in der Köl- ner LANXESS arena, Rudern am Fühlinger See – so könnten die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 in der Region KölnRheinRuhr aussehen. Ob die Bewerbung tatsächlich ins Rennen geht, entscheiden bis zum 19. April 2026 die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten NRW-Städte per Bürgerentscheid. Unterstützung kommt von der Wirtschaftsinitiati- ve KölnRheinRuhr, einem Bündnis Kölner Unternehmen – darunter auch LANXESS. Die Idee dahinter: Olympische und Paralympische Spiele wären nicht nur ein sportli- ches Großereignis, sondern auch ein kräftiger Wirtschaftsmotor. Infrastruktur, Mobilität und Digitali- sierung könnten einen ordentlichen Schub bekommen – wovon auch die LANXESS-Standorte in Köln, Krefeld-Uerdingen und Leverkusen profitieren würden. CEO Matthias Zachert bringt es auf den Punkt: „Wenn es die Chance gibt, dass für ein paar Wochen lang die ganze Welt auf unsere Region blickt, dann sollten wir sie ergrei- fen. Daher unterstützen wir die Bewerbung von KölnRheinRuhr und rufen alle Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Städte auf, beim Bür- gerentscheid mit ‚Ja‘ zu stimmen." 01.2026 | Xpress 29 Olympische Spiele mit Domblick: Ein Gedanke, der das Herz der ehemaligen Schwimm-Paralympi- onikin Britta Siegers höherschla- gen lässt. Denn Kölns Kulisse und die rheinische Begeiste- rungsfähigkeit könnten eine Atmosphäre schaffen, die man so nur hier erlebt, ist sie sicher. Tempo. Ihr Vater baut ihr eine Rampe ins Becken, sie springt, und das Wasser wird zum Raum ohne Grenzen. Sie schwimmt, bevor sie laufen lernt. Mit 15 besiegt sie bei einem Wettkampf den als unschlagbar geltenden Wolfgang Goris zweimal – ein Wendepunkt. Kurz darauf wechselt sie zu Bayer Leverkusen, wird Teil der National- mannschaft und steht 1984 mit nur 18 Jahren erstmals bei den Paralympics auf dem Startblock. Es folgt eine außerge- wöhnliche Karriere mit 13 olympischen Medaillen und unzähligen weiteren Titeln. Zwei Karrieren, ein Mindset Als sie 1992 das Gefühl hat, im Schwim- men alles erreicht zu haben, beendet Sie- gers ihre erste sportliche Laufbahn. Dann entdeckt sie das Rollstuhltennis. Zwölf Jahre nach ihren letzten Rennen steht sie 2004 erneut bei den Paralympics – dies- mal mit Schläger statt Badehaube – und spielt sich bis auf Platz acht der Weltran- gliste. Parallel dazu entwickelt sie ihre berufliche Laufbahn weiter: Promotion in Chemie, Ausbildung zur Patentanwältin, seit 2006 bei LANXESS. „Als Sportle- rin lernst du fokussieren, priorisieren, im Team arbeiten. Und du lernst, nicht beim ersten Stolperstein stehen zu bleiben“, sagt sie – eine Haltung, die in beiden Wel- ten trägt. Heute schwimmt Siegers noch immer täglich, „um mobil zu bleiben“ – wenn auch eher zwei als wie früher zwölf Kilometer. Die gewonnene Zeit nutzt sie für neue Horizonte: Tauchen auf allen sieben Kontinenten, Reisen in entlegene Regionen, Begegnungen mit Berggoril- las in Uganda. „Ich schau erst, was mich fasziniert, und dann finde ich einen Weg.“ Neue Wege – auch für Köln Eine Haltung, die auch ihren Blick auf die Olympiabewerbung Kölns prägt. Sie sieht darin vor allem Chancen auf Veränderun- gen: mehr Barrierefreiheit, stärkere Struk- turen für den Behindertensport und eine Stadt, die dauerhaft offener wird. Dass LANXESS die Bewerbung unterstützt, ge- fällt ihr – „weil Unternehmen solchen Pro- jekten Rückenwind geben können“. Beson- ders reizt sie die Vorstellung, olympischen Ballsport in der LANXESS arena zu erleben – direkt neben dem Arbeitsplatz vieler Kol- leginnen und Kollegen. Solche Momente, sagt sie, könnten Köln spürbar voranbrin- gen. Jetzt hofft sie, dass der Bürgerent- scheid positiv ausfällt – damit die Stadt die- sen Weg wirklich einschlagen kann.