Fit im Betrieb


Hohe Arbeitsbelastung, Schichtdienst, körperliche Anstrengung: Gerade in den Betrieben ist es wichtig, Arbeitsabläufe möglichst ergonomisch zu gestalten und Gesundheitsförderung systematisch in die tägliche Arbeit zu integrieren. Dazu hat LANXESS vor drei Jahren das Bereichsspezifische Gesundheitsmanagement, BGM, ins Leben gerufen. Xpress hat in drei Betrieben nachgefragt, was sich seitdem verändert hat.

 

„Spürbare Verbesserungen“

„Muskel-Skelett-Probleme und stressbedingte Erkrankungen sind in unserem Labor, in dem rund die Hälfte der 50 Kolleginnen und Kollegen auf Wechselschicht arbeiten, die beiden Hauptursachen für Ausfälle. Die Teilnahme am BGM bot uns daher die Chance, mit professioneller Unterstützung die Probleme direkt zu adressieren. Rückenchecks, Arbeitsplatzbegehungen, Coachings zum Umgang mit Krisen oder für besseres Schlafen: Wir sind mit den externen Experten und dem LANXESS-BGM-Team eine ganze Reihe von Themen angegangen. Zudem haben wir einen internen Prozess aufgesetzt, um unsere Arbeitsplätze und -abläufe weiter zu verbessern: Auf unserem Sharepoint liegt eine Liste, in die jeder im Team Tätigkeiten eintragen kann, die aus seiner Sicht Belastungen hervorrufen. Diese Punkte werden regelmäßig gescreent, bewertet und abgearbeitet.

 

Nach anfänglicher Skepsis wird das inzwischen sehr gut angenommen. Eine ganze Reihe von Verbesserungen haben wir schon auf den Weg gebracht: Es wurden höhenverstellbare Tische angeschafft, Arbeitsplätze ohne Tageslicht verlegt oder Prozesse verändert, um schweres Tragen zu verhindern. Alles Dinge, die auch ohne großes Investment möglich sind, aber eine spürbare Verbesserung mit sich bringen.“

Anne Krumbe, Leiterin Qualitätskontrolle, Business Unit IPG

 

 

„Aufklären und Bewusstsein schaffen“

„In unserem Betrieb werden organische Farbmittel hergestellt und abgefüllt. Zu diesem Prozess gehören viele manuelle Tätigkeiten, die körperliche Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist relativ hoch. Wir verfügen zwar über eine ganze Reihe von Hilfsmitteln, um beispielsweise das Anheben von schweren Säcken einfacher zu machen. Diese wurden jedoch nicht immer wie vorgesehen benutzt, da es ohne vermeintlich einfacher geht. Für uns bot die Teilnahme am bereichsspezifischen BGM daher die Chance, sich mit dem Thema Ergonomie in der Produktion intensiv zu beschäftigen und für mehr Bewusstsein im Team zu sorgen.

 

Gemeinsam mit den externen Experten der TSV Bayer Dormagen Gesundheits GmbH haben wir einzelne Tätigkeiten genau analysiert, in kurzen Filmen Bewegungsabläufe erfasst und so potentielle Risikofaktoren einer Überbelastung identifiziert. Die Ergebnisse wurden dann durch das BGM Team vorgestellt – um über den Unterschied von richtiger und falscher Ausführung aufzuklären.

 

Was mich freut: Wir konnten einige Kollegen überzeugen. Inzwischen werden unsere Hilfsmittel wie Hebevorrichtungen oder Hubwagen deutlich mehr genutzt und Mitarbeiter geben häufiger eine Rückmeldung, wo die Ergonomie verbessert werden kann.  Auch wenn man den Erfolg noch nicht direkt in Zahlen messen kann, bleiben wir am Ball. Gesundes Arbeiten sollte genauso in den betrieblichen Alltag verankert werden wie das Thema Sicherheit.“

 

Ralph Armbrust, Betriebsleiter OF-Betrieb, Business Unit PLA

 

 

„Es klappt nur als Team“

„Für mich ist Gesundheit im Betrieb eine Teamaufgabe. Daher war ich auch gerne bereit, die Rolle des BGM-Multiplikators in unserem Betrieb zu übernehmen. Meine Aufgabe ist es, die BGM-Aktionen in unserem Bereich zu begleiten und Ansprechpartner für die Kollegen und Kolleginnen rund um das Thema Gesundheit zu sein. Bei den Maßnahmen, die wir in den vergangenen beiden Jahren umgesetzt haben, haben wir zwei Schwerpunkte gesetzt: Ergonomie und mentale Gesundheit. Denn das Bewusstsein für beide Themen tritt im Betriebsalltag schnell mal in den Hintergrund, weil man z.B. die eignen Kräfte überschätzt oder nicht gerne zugeben mag, dass man sich gestresst und überfordert fühlt. Mit Belastungsanalysen, Herzstress- und Beweglichkeits-Screenings, Workshops mit Tipps für ergonomisches Arbeiten und einfache Ausgleichsübungen haben wir Problemfelder identifiziert und gleichzeitig gezeigt, was jeder für sich tun kann, um eine Verbesserung zu erzielen. Gemeinsam haben wir für unseren Betrieb schon viele Verbesserungen auf den Weg gebracht, kleinere Umbauten initiiert, Hilfsmittel angeschafft oder Bereiche besser zugänglich gemacht. Auch wenn es nicht immer leicht ist, ein solches Thema im Alltag voranzutreiben: BGM muss ein fortlaufender Prozess sein.“

Sebastian Alker, BGM-Multiplikator, PSP-Betrieb, BU IPG

 

 

 

Jetzt für neue Runde bewerben!

Bereits zum dritten Mal bietet LANXESS das Programm „Bereichsspezifisches Gesundheitsmanagement“ (BGM) an. Das Programm besteht aus vier Schritten: Nach Analyse- und Sensibilisierungsphase werden konkrete tätigkeits- und bereichsspezifische Gesundheitsmaßnahmen festgelegt, mit der gesamten Belegschaft umgesetzt und anschließend evaluiert. Noch bis zum 30. Juni können sich interessierte Bereiche und Abteilungen mit einem aussagekräftigen Motivationsschreiben (per E-Mail an: gesundheit@lanxess.com) bewerben.

In einem definierten Bewerbungsverfahren wird ein neuer Bereich für die Teilnahme ausgewählt.

Weitere Infos zur Bewerbung finden Sie im Xnet.