Sicher in der Anlage
Die Anlagen müssen sicher sein. Das ist eine Grundvoraussetzung. Im Jahr 2023 lag die Quote der sicherheitsrelevanten Vorfälle in den Anlagen bei 2,5. Das ist gut, soll aber noch besser werden. Wie das gelingen kann, haben Experten jetzt in einem Workshop festgelegt.
Es gibt Zahlen, auf die unser Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert immer wieder mit Stolz verweist. Die MAQ ist eine davon. Sie gibt die Zahl der Unfälle mit Ausfalltagen bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. In den vergangenen zehn Jahren hat sich dieser Wert bei LANXESS um den Faktor 4 verbessert und liegt nun seit längerem unter oder um 1. Seit 2022 gehört LANXESS damit zu den Besten der Branche. Eine weitere wichtige Kennzahl ist die PSTIQ (Process Safety Total Incident Quote). Sie beschreibt die Sicherheit von Prozessen und Anlagen. Analog zur MAQ gibt sie an, wie viele Anlagensicherheitsereignisse innerhalb einer Million Arbeitsstunden auftreten. Gerade für einen Chemiekonzern ist dies von entscheidender Bedeutung. Schließlich gehen die Mitarbeitenden an vielen Standorten täglich mit Gefahrstoffen um. „Wir haben hier schon viel erreicht“, betont Zachert. „Aber es gibt noch Verbesserungspotenzial.“
Dieses Ziel, die Anlagensicherheit weltweit zu verbessern, hat sich ein Team aus Vertretern der BUs und von PTSE auf die Fahnen geschrieben. Es trifft sich regelmäßig zu Workshops. Beim jüngsten hat es sich auf vier zentrale Themen konzentriert. In ihnen sehen die Verantwortlichen den größten Hebel zur Verbesserung der Anlagensicherheit: Incident Investigation - die Erfassung und Aufarbeitung von Ereignissen; Mechanical Integrity - der Zustand der Anlagen, etwa in Bezug auf Korrosion und die Eignung von Werkstoffen; Awareness - die Bedeutung des Themas im Bewusstsein der Mitarbeitenden; Training & Qualification - Schulung und Befähigung.
„Aus meiner Sicht war der Workshop schon deshalb ein Erfolg, weil so viele Verantwortliche gemeinsam über das Thema diskutiert haben“, resümiert Peter Karbaum, Leiter der PTSE-Abteilung Global Site Sustainability and Compliance. Das erhöhe die Awareness, die besonders gestiegen sei, seit die Unternehmensleitung das Thema auf der QIM zum IV Quartal 2023 hervorhob.
„Wir haben 64 Maßnahmen identifiziert, die teilweise schon umgesetzt wurden oder sich gerade in der Umsetzung befinden“, erläutert Karbaum weiter. So wurde zum Beispiel eine Expertenrunde für emaillierte Behälter und Rohrleitungen ins Leben gerufen. Diese Materialien sind anspruchsvoll in der Wartung und Instandhaltung. Zudem gibt es nur wenige Partnerunternehmen oder Lieferanten, die mit ihnen arbeiten. Dennoch kann LANXESS nicht darauf verzichten. „Die Expertenrunde soll uns helfen, das vorhandene Know-how optimal zu nutzen.“